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Vulkanausbrüche auf den Kanarischen Inseln – Geschichte, Erlebnisse und Besuchstipps für Deinen Urlaub

Kategorie: Blog
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Hast Du Dich schon einmal gefragt, warum die Kanarischen Inseln so spektakuläre Landschaften, schwarze Strände und bizarre Lavafelder haben?

Die Antwort liegt tief unter Deinen Füßen: Vulkane. Die Kanarischen Inseln sind vollständig vulkanischen Ursprungs. Ohne Feuer, Lava und Eruptionen gäbe es weder den Teide noch den Timanfaya-Nationalpark oder die frischen Lavafelder von La Palma.

In diesem ausführlichen Guide erfährst Du alle bekannten historischen Vulkanausbrüche der Kanarischen Inseln mit Jahreszahlen, spannenden Hintergrundinfos und vor allem: ob und wie Du die Vulkanlandschaften heute besuchen kannst. Ideal für Deinen nächsten Kanaren-Urlaub!

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Teneriffa – Die Vulkaninsel mit dem Teide 

1341 – Unbekannter Ausbruch

Ort 
nicht eindeutig lokalisiert (wahrscheinlich zentraler oder nordwestlicher Inselbereich)

Hintergrund und historische Einordnung
Der Vulkanausbruch von 1341 gilt als der älteste schriftlich überlieferte Ausbruch auf Teneriffa. Er ist nicht durch archäologische Funde belegt, sondern stammt aus mittelalterlichen Chroniken und Seefahrerberichten, die von Rauch, Feuererscheinungen und Erschütterungen auf der Insel berichten. Zu dieser Zeit lebten die Guanchen, die Ureinwohner Teneriffas, noch unbeeinflusst von europäischer Besiedlung.

Da es keine genauen geografischen Angaben gibt, gehen Vulkanologen davon aus, dass sich der Ausbruch entweder im Teide-Zentralmassiv, im Bereich der heutigen Nordwest-Riftzone oder an einer damals aktiven Spalte ereignet haben könnte. Die fehlende Lokalisierung ist typisch für sehr frühe Eruptionen, da es weder Kartenmaterial noch wissenschaftliche Beobachtungen gab.

Art des Ausbruchs
Wahrscheinlich handelte es sich um eine effusive Eruption (Lavafluss) mit Rauch- und Ascheentwicklung, jedoch ohne katastrophale Folgen für die Bevölkerung. Hinweise auf großflächige Zerstörung oder Opferzahlen existieren nicht.

Besuch und touristische Bedeutung heute
Auch wenn Du keinen konkreten Vulkan von 1341 besuchen kannst, ist dieser Ausbruch ein wichtiger Teil der vulkanischen Identität Teneriffas. Die Landschaften, die Du heute im Teide-Nationalpark, im Orotava-Tal oder entlang der Riftzonen siehst, sind das Ergebnis einer langen Abfolge solcher frühen Eruptionen.

Für Besucher interessant
Viele Wanderwege im Teide-Nationalpark führen über Lava, die aus vergleichbar alten Ausbruchsphasen stammt
Aussichtspunkte wie Mirador de La Tarta zeigen eindrucksvoll die geologischen Schichten vergangener Eruptionen
Besucherzentren wie El Portillo erklären anhand von Modellen und Infotafeln, wie frühe Ausbrüche die Insel geformt haben

Besucherzentrum und Wissenswertes
Im Besucherzentrum El Portillo kannst Du mehr über die frühe Vulkanaktivität Teneriffas erfahren – inklusive jener Ausbrüche, die nur durch historische Quellen belegt sind.

Teide Teneriffa

1430 – Taoro / Orotava-Tal

Ort 
Orotava-Tal (Valle de La Orotava), Nordküste Teneriffas

Hintergrund und Ablauf des Ausbruchs
Der Ausbruch von 1430 ereignete sich im Gebiet des ehemaligen Menceyato Taoro, einem der wichtigsten Herrschaftsgebiete der Guanchen. Vulkanologisch wird angenommen, dass es sich um eine Spalteneruption handelte, bei der Lava entlang mehrerer Risse aus dem Boden austrat – typisch für die nordwestliche Riftzone Teneriffas.

Zeitgenössische Überlieferungen berichten von Lavaflüssen und starken Rauchentwicklungen, die weite Teile des heutigen Orotava-Tals betrafen. Der Ausbruch hatte vermutlich großen Einfluss auf die damalige Landschaft, zerstörte Vegetation, schuf jedoch gleichzeitig die fruchtbaren Böden, für die die Region heute bekannt ist.

Besuch und Erlebnisse für Urlauber
Das Gebiet ist heute hervorragend zugänglich und bietet Dir zahlreiche Möglichkeiten, Vulkanlandschaft und Natur zu erleben:
Wanderungen durch alte Lavazonen rund um La Orotava, Santa Úrsula und Los Realejos
Mirador Humboldt – spektakulärer Blick über das gesamte Tal bis zum Teide
Mirador de La Corona – Blick auf alte Kraterstrukturen und Lavaflüsse
Spazierwege durch historische Ortschaften auf vulkanischem Untergrund

Geführte Wanderungen
Im Orotava-Tal werden regelmäßig geführte Vulkan- und Naturwanderungen angeboten. Dabei erfährst Du, wie sich alte Lavaflüsse erkennen lassen und welche Rolle der Ausbruch von 1430 für die heutige Landschaft spielte. Besonders beliebt sind Kombi-Touren aus Kultur, Natur und Vulkanismus.

Besucherzentren und Museen
Zwar gibt es im Orotava-Tal kein eigenes Vulkanmuseum, jedoch:
Das Besucherzentrum El Portillo (Teide-Nationalpark) erklärt die vulkanische Entwicklung Nordteneriffas
Lokale Museen in La Orotava vermitteln die Geschichte der Guanchen und deren Beziehung zur vulkanischen Natur

Auch wenn Du keinen einzelnen Krater von 1430 besichtigen kannst, bewegst Du Dich im Orotava-Tal direkt auf dem Ergebnis dieses Ausbruchs. Die üppige Vegetation, die terrassierten Hänge und der weite Blick über die Nordküste existieren genau wegen dieser vulkanischen Aktivität.

Tipp für Besucher: Kombiniere eine Wanderung durch das Orotava-Tal mit einem Besuch der historischen Altstadt von La Orotava oder einer Fahrt in höhere Lagen Richtung Teide – so erlebst Du die ganze Bandbreite der vulkanischen Entstehung Teneriffas an nur einem Tag.

1492 – Historischer Ausbruch zur Zeit von Christoph Kolumbus

Ort 
vermutlich zentraler Bereich Teneriffas (Teide-Umfeld oder Nordwest-Riftzone)

Hintergrund und historische Quellen
Der Ausbruch von 1492 ist besonders bekannt, weil er von Christoph Kolumbus selbst dokumentiert wurde. Während seiner Reise nach Amerika machte Kolumbus Halt auf La Gomera und berichtete von einem Vulkanausbruch auf der Nachbarinsel Teneriffa. Seine Aufzeichnungen erwähnen Feuererscheinungen, Rauch und Asche, die über dem Meer sichtbar waren.

Da zu dieser Zeit noch keine wissenschaftliche Vulkanbeobachtung existierte, ist der genaue Ort des Ausbruchs nicht eindeutig überliefert. Vulkanologen gehen heute davon aus, dass sich die Eruption im Teide-Zentralmassiv oder entlang einer Riftzone ereignete.

Art des Ausbruchs
Vermutlich eine effusive Eruption mit Lavaflüssen und moderater Explosivität. Es gibt keine Hinweise auf größere Zerstörungen oder Opfer, was darauf schließen lässt, dass der Ausbruch eher kurz und lokal begrenzt war.

Besuch und touristische Bedeutung heute 
Auch wenn Du keinen konkreten „Kolumbus-Vulkan“ besuchen kannst, bewegst Du Dich im Teide-Nationalpark in einer Landschaft, die durch genau solche historischen Eruptionen geprägt wurde.

Besucherzentren
El Portillo – erklärt die vulkanische Geschichte Teneriffas
Telesforo Bravo – Fokus auf Teide und historische Ausbrüche

Unser Tipp: Dieser Ausbruch verbindet Vulkanismus mit Weltgeschichte – ideal, wenn Du Naturerlebnis und historische Hintergründe kombinieren möchtest.

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1704 bis 1705 – Fasnia, Siete Fuentes und Volcán de las Arenas 

Ort 
Südost-Teneriffa – heutige Gemeinden Fasnia und Arafo, an der Südost-Riftzone der Insel

Hintergrund und Ablauf des Ausbruchs
Zwischen Dezember 1704 und März 1705 kam es in dieser Region zu einer Serie von aufeinanderfolgenden Spalteneruptionen. Die Erde öffnete sich an mehreren Stellen gleichzeitig oder zeitlich versetzt, wodurch Lava aus verschiedenen Schlackenkegeln und Spalten austrat. Die wichtigsten Ausbruchszentren waren Siete Fuentes, Fasnia und der Volcán de las Arenas.

Zeitgenössische Berichte schildern monatelange Erschütterungen, Rauchentwicklungen und Ascheregen, die das Leben der Bevölkerung stark beeinträchtigten. Lavaflüsse zerstörten landwirtschaftliche Flächen, Weidegebiete und Wasserquellen. Mehrere Dörfer mussten vorübergehend evakuiert werden. Trotz der langen Dauer des Ausbruchs sind keine Todesopfer dokumentiert, was auf rechtzeitige Flucht und die eher effusive Natur der Eruptionen zurückzuführen ist.

Vulkanologische Besonderheiten 
Der Ausbruch von 1704–1705 gilt als klassisches Beispiel für den Spaltenvulkanismus auf Teneriffa. Anders als bei einem einzelnen zentralen Krater entstanden hier mehrere Schlackenkegel, die heute noch gut sichtbar sind. Die Lava war überwiegend basaltisch, relativ dünnflüssig und breitete sich langsam, aber stetig über das Gelände aus.

Diese Eruption leitete zudem eine Phase erhöhter vulkanischer Aktivität ein, die nur ein Jahr später im Ausbruch der Montaña Negra (1706) bei Garachico gipfelte.

Besuch und Wandermöglichkeiten heute 
Das Gebiet zählt zu den am wenigsten touristischen Vulkanregionen Teneriffas und bietet Dir ein besonders authentisches Naturerlebnis. Viele Wege verlaufen auf historischen Pfaden, die früher von Bauern und Hirten genutzt wurden und heute einen direkten Blick auf die Auswirkungen des Ausbruchs erlauben.

Geführte Wanderungen
In der Region Arafo und Fasnia werden regelmäßig geologisch geführte Wanderungen angeboten. Dabei erfährst Du wie Spalteneruptionen entstehen, woran Du alte Lavaflüsse erkennst, welche Krater zu welchem Ausbruchszentrum gehören und wie sich Natur und Landwirtschaft nach dem Ausbruch erholt haben.

Besucherzentren und Informationsangebote 
Ein eigenes Vulkan-Besucherzentrum gibt es in dieser Region nicht. Für vertiefende Informationen bieten sich jedoch an das Besucherzentrum El Portillo im Teide-Nationalpark und das lokale Umwelt- und Naturzentren in Arafo zu besuchen.

Tipp für Deinen Urlaub: Wenn Du Teneriffa abseits der bekannten Highlights erleben möchtest, ist dieses Gebiet ideal. Kombiniere Deine Wanderung mit einem Besuch traditioneller Dörfer wie Arafo, um Vulkanismus und kanarisches Landleben miteinander zu verbinden.

1706 – Montaña Negra (Garachico)

Ort 
Nordwest-Teneriffa, oberhalb der Küstenstadt Garachico

Hintergrund und historische Bedeutung 
Der Ausbruch der Montaña Negra im Jahr 1706 gehört zu den einschneidendsten Ereignissen der Inselgeschichte. Garachico war zu dieser Zeit der bedeutendste Handels- und Hafenort Teneriffas, über den der Großteil des Exports – insbesondere Zucker, Wein und Cochenille – abgewickelt wurde.

Am 5. Mai 1706 öffneten sich mehrere Schlote an der Flanke der Montaña Negra. Über mehrere Tage hinweg strömten riesige Mengen extrem flüssiger Lava talwärts. Die Lava bahnte sich ihren Weg direkt durch das Stadtgebiet, erreichte schließlich den Atlantik und verschüttete den gesamten Naturhafen unter einer dicken Lavaschicht. Der wirtschaftliche Niedergang Garachicos war damit besiegelt – andere Häfen wie Santa Cruz übernahmen fortan die führende Rolle.

Bemerkenswert ist, dass trotz der enormen Zerstörung keine Todesopfer überliefert sind. Die Bevölkerung konnte rechtzeitig fliehen, was den Ausbruch zu einem eindrucksvollen Beispiel für die Anpassungsfähigkeit der Menschen an den Vulkanismus macht.

Art des Ausbruchs
Es handelte sich um eine effusive Eruption mit sehr dünnflüssiger, basaltischer Lava. Diese floss schnell, gleichmäßig und mit hoher Reichweite – ideal, um große Flächen zu überdecken, aber vergleichsweise wenig explosiv. Genau diese Fließfähigkeit führte dazu, dass die Lava das Meer erreichte und dort neue Küstenlinien schuf.

Die Lava erstarrte im Meer zu bizarren Felsformationen und schuf die Grundlage für die heutigen Naturschwimmbecken (Charcos) von Garachico. Diese natürlichen Lavapools sind heute eines der bekanntesten Wahrzeichen Nordteneriffas und zeigen eindrucksvoll, wie aus einer Naturkatastrophe ein touristisches Highlight entstehen kann.

Besuch und Highlights heute
Garachico ist heute ein Paradebeispiel dafür, wie sich eine Stadt mit ihrer vulkanischen Vergangenheit arrangiert hat:
Spaziergänge über erkaltete Lava direkt im Stadtgebiet
Charcos Naturales de Garachico – Baden in Lavabecken mit Atlantikwasser
Historischer Ortskern mit Kirchen, Klöstern und Plätzen, die direkt auf Lava errichtet wurden
Küstenwege mit Blick auf alte Lavazungen, die ins Meer reichen

Wanderungen und Erkundung 
In der Umgebung von Garachico findest Du mehrere kurze Wander- und Spazierwege, die Dich durch alte Lavafelder führen. Auch geführte Orts- und Vulkanführungen werden angeboten, bei denen Du erfährst, wie der Ausbruch von 1706 das Stadtbild bis heute prägt.

Besucherinformationen und Wissenswertes
Ein eigenes Vulkanmuseum gibt es zwar nicht, doch zahlreiche Informationstafeln im Ort erklären den Ausbruch. Das Convento de San Francisco bietet historische Einblicke in die Zeit vor und nach 1706. Ergänzend lohnt sich ein Besuch im Teide-Besucherzentrum El Portillo, um den Ausbruch geologisch einzuordnen.

Urlauber-Tipp: Plane Deinen Besuch am frühen Morgen oder zum Sonnenuntergang. Dann wirken die schwarzen Lavaformationen besonders kontrastreich, und Du kannst Garachico in ruhiger Atmosphäre erleben – inklusive eines Bades in den Lavapools, die direkt aus dem Vulkanausbruch von 1706 entstanden sind.

1798 – Chahorra / Pico Viejo

Ort 
Südwestlich des Teide-Gipfels, im heutigen Teide-Nationalpark

Hintergrund und Ablauf des Ausbruchs 
Der Ausbruch von Chahorra im Jahr 1798 zählt zu den längsten und bestdokumentierten historischen Eruptionen Teneriffas. Er begann am 9. Juni 1798 und dauerte fast drei Monate, bis Mitte September. Die Eruption fand nicht am Hauptgipfel des Teide statt, sondern am Pico Viejo, einem mächtigen Nebenvulkan, der Teil des zentralen Vulkankomplexes ist.

Während des Ausbruchs öffneten sich mehrere Schlote, aus denen Lava, Gase und Asche austraten. Die Lava floss überwiegend langsam, aber kontinuierlich, und bildete ausgedehnte Lavafelder, die das Hochplateau nachhaltig veränderten. Zeitgenössische Berichte beschreiben nächtliche Feuerfontänen, die selbst von den Küsten aus sichtbar gewesen sein sollen – ein spektakuläres Naturschauspiel für die damalige Bevölkerung.

Trotz der langen Dauer und der großen Lavamengen gab es keine bekannten Todesopfer. Die abgelegene Hochlage des Ausbruchsgebietes trug entscheidend dazu bei, dass Siedlungen verschont blieben.

Der Pico Viejo ist einer der beeindruckendsten Vulkane der Kanaren. Sein Krater misst etwa 800 Meter im Durchmesser und zählt damit zu den größten Vulkankratern des Archipels. Besonders auffällig sind die sogenannten „Narices del Teide“ (Nasen des Teide) – mehrere gut erhaltene Ausbruchsschlote, die während der Eruption von 1798 aktiv waren und heute noch deutlich erkennbar sind.

Die Lava des Ausbruchs ist überwiegend basaltisch, reich an Gasen und weist eine charakteristische dunkle Färbung auf. Sie bildet einen starken Kontrast zu den helleren Bims- und Ascheablagerungen anderer Teide-Eruptionen.

Besuch und Wanderungen heute
Der Ausbruchsbereich liegt vollständig im Teide-Nationalpark, einem UNESCO-Welterbe, und bietet Dir einige der spektakulärsten Vulkanwanderungen Europas. Die Wege sind gut markiert, erfordern jedoch Trittsicherheit, Kondition und wetterfeste Ausrüstung, da sich das Wetter in dieser Höhe schnell ändern kann.

Geführte Touren 
Für weniger erfahrene Wanderer oder alle, die tiefergehende Informationen wünschen, werden geführte Vulkanwanderungen angeboten. Vulkanführer erklären dabei den Ablauf der Eruption von 1798, die Entstehung der Narices del Teide, Unterschiede zwischen verschiedenen Lavaarten sowie die Rolle des Pico Viejo im gesamten Teide-System.

Besucherzentren und Wissensorte
Der Besuch der beiden wichtigsten Informationszentren des Nationalparks , dem Besucherzentrum El Portillo und dem Besucherzentrum Telesforo Bravo lohnt sich besonders, um den Ausbruch von 1798 besser einzuordnen. Beide Zentren bieten Ausstellungen, Filme und erklärende Grafiken.

Tipp für Deinen Urlaub: Plane Deine Wanderung nur bei stabilem Wetter und starte früh am Tag. Wenn Du den Pico Viejo mit einer Teide-Seilbahnfahrt kombinierst, kannst Du eine der spektakulärsten Vulkanlandschaften Europas an nur einem Tag erleben – ein absolutes Highlight für aktive Urlauber.

1909 – Chinyero (letzter historischer Ausbruch Teneriffas) 

Ort 
Nordwestlicher Bereich des Teide-Nationalparks, zwischen Santiago del Teide und El Tanque

Hintergrund und Ablauf des Ausbruchs 
Der Ausbruch des Chinyero begann am 18. November 1909 und endete bereits nach neun Tagen – ein vergleichsweise kurzer, aber eindrucksvoller vulkanischer Prozess. Er gilt als der jüngste historische Ausbruch auf Teneriffa und ist deshalb für Vulkanologen von besonderem Interesse.

Die Eruption setzte ohne lange Vorwarnung ein. Zeitzeugen berichteten von Erdbeben, Bodenspalten und leuchtenden Lavafontänen, die vor allem nachts gut sichtbar waren. Aus mehreren Öffnungen trat basaltische Lava aus, die sich langsam über das Gelände ausbreitete. Dank der abgelegenen Lage im Hochland kam es zu keinen menschlichen Opfern, lediglich landwirtschaftliche Flächen und Weidegebiete wurden beschädigt.

Der Chinyero ist ein klassischer monogener Schlackenkegel, das heißt, er entstand durch einen einzigen Ausbruch und blieb danach inaktiv. Sein Lavafeld zählt zu den jüngsten und am besten erhaltenen der Kanarischen Inseln.

Besuch und Wanderungen heute
Der Chinyero ist einer der zugänglichsten Vulkane Teneriffas und besonders beliebt bei Urlaubern, die Vulkanlandschaft ohne große Anstrengung erleben möchten. Die Wanderung führt direkt am Rand des Lavafeldes entlang und erlaubt Dir, die Auswirkungen des Ausbruchs von 1909 aus nächster Nähe zu betrachten.

Geführte Wanderungen 
Es werden regelmäßig geführte Vulkanwanderungen angeboten, vor allem von lokalen Natur- und Wanderführern. Die Führungen verbinden Natur, Geschichte und Geologie auf verständliche Weise.

Besucherzentren und Informationsangebote
Der Chinyero selbst besitzt kein eigenes Besucherzentrum, aber Du erhältst fundierte Informationen im Besucherzentrum El Portillo (Teide-Nationalpark), bei lokalen Wander- und Umweltzentren im Nordwesten der Insel sowie durch Informationstafeln entlang der Wanderroute.

Urlauber-Tipp: Wenn Du nur eine Vulkanwanderung auf Teneriffa machen möchtest, ist der Chinyero die beste Wahl. Plane etwa 2–3 Stunden ein, starte möglichst früh am Tag und nimm ausreichend Wasser mit.

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La Palma – Die aktivste Vulkaninsel

1470 bis 1492 – Montaña Quemada (La Palma)

Ort 
Zentrale Cumbre Vieja, im Süden der Insel La Palma

Hintergrund und Verlauf des Ausbruchs
Der Ausbruch der Montaña Quemada begann vermutlich um das Jahr 1470 und zog sich – mit mehreren Ruhephasen – bis kurz vor der spanischen Eroberung La Palmas im Jahr 1492 hin. Damit handelt es sich um einen der längsten bekannten historischen Vulkanausbrüche der Kanarischen Inseln.

Zeitgenössische schriftliche Berichte existieren kaum, da der Ausbruch größtenteils in die vorspanische Zeit fällt. Archäologische und geologische Untersuchungen zeigen jedoch eindeutig, dass es sich um eine langanhaltende Serie von Spalteneruptionen handelte. Über Jahre hinweg traten Lava, Asche und vulkanische Gase aus verschiedenen Öffnungen der Cumbre Vieja aus und veränderten die Landschaft nachhaltig.

Die Lavaflüsse überdeckten weite Flächen, zerstörten ursprüngliche Vegetation und schnitten alte Wege ab. Für die damalige indigene Bevölkerung der Benahoaritas muss dieser Ausbruch ein prägendes und bedrohliches Naturereignis gewesen sein.

Der Ausbruch der Montaña Quemada gilt als Schlüsselereignis in der vulkanischen Entwicklung La Palmas. Er markiert den Beginn einer Phase intensiver Aktivität entlang der Cumbre-Vieja-Riftzone, die bis heute anhält.

Besuch und Wandermöglichkeiten heute
Heute präsentiert sich die Region in einem völlig anderen Bild: Kanarische Kiefernwälder haben große Teile der alten Lavafelder zurückerobert und schaffen einen faszinierenden Kontrast zwischen dunklem Vulkangestein und grünem Wald. Viele Wanderungen verlaufen auf historischen Routen, die schon vor Jahrhunderten genutzt wurden.

Geführte Wanderungen 
In der Cumbre Vieja werden regelmäßig geologisch geführte Wanderungen angeboten, bei denen Du die verschiedenen Ausbruchsphasen der Montaña Quemada nachvollziehen kannst und Einblicke in die vulkanische Geschichte La Palmas erhältst. Diese Führungen sind besonders empfehlenswert, da viele Strukturen für ungeübte Augen zunächst unscheinbar wirken.

Informationsangebote vor Ort
Ein eigenes Besucherzentrum zur Montaña Quemada gibt es nicht. Dennoch bist Du gut informiert durch zahlreiche Infotafeln entlang der Wanderwege, regionale Natur- und Umweltzentren auf La Palma sowie Ausstellungen im Centro de Visitantes de la Caldera de Taburiente.

Tipp für Deinen Urlaub: Wenn Du La Palma ursprünglich, ruhig und naturnah erleben möchtest, ist die Montaña Quemada ideal um die subtilen Spuren dieses jahrzehntelangen Ausbruchs zu entdecken.

Cumbre Vieja La Palma

1585 – Tajuya (La Palma)

Ort 
Westliche Cumbre Vieja, in der Nähe von Los Llanos de Aridane

Hintergrund und Verlauf des Ausbruchs 
Der Ausbruch von Tajuya im Jahr 1585 war eine kräftige und zeitweise explosive Eruption, die große Teile der westlichen Flanke der Cumbre Vieja veränderte. Zeitgenössische Berichte aus der frühen spanischen Kolonialzeit schildern dichten Ascheregen, der Felder, Wasserquellen und Siedlungen beeinträchtigte.

Mehrere Lavaflüsse ergossen sich talwärts und zerstörten landwirtschaftlich genutzte Flächen, insbesondere Anbaugebiete für Getreide, Wein und Zuckerrohr. Obwohl die Eruption erhebliche Schäden verursachte, erreichte die Lava das Meer nicht, wodurch die Küstenorte verschont blieben. Auch hier sind keine Todesopfer überliefert.

Der Tajuya-Ausbruch folgte der klassischen Spaltstruktur der Cumbre Vieja. Er bildete Schlackenkegel, Lavafelder und Ascheablagerungen, die sich bis heute deutlich vom umliegenden Gelände abheben. Besonders interessant ist die geologische Verbindung zum Tajogaite-Ausbruch von 2021: Beide Eruptionen nutzten ähnliche tektonische Linien, was den Bereich zu einem Schlüsselgebiet für das Verständnis des Vulkanismus auf La Palma macht. Die Lava von 1585 ist heute stärker verwittert, doch ihre Ausdehnung lässt sich anhand von Geländeformen und Vegetationsunterschieden gut erkennen.

Besuch und Erkundung heute
Das Gebiet rund um Tajuya eignet sich hervorragend für Aussichtstouren und kurze Wanderungen, bei denen Du Vulkanlandschaft ohne große Anstrengung erleben kannst. Die Region ist gut erreichbar und daher auch für Besucher geeignet, die keine langen Wanderungen planen.

Geführte Touren 
Nach dem Ausbruch von 2021 hat sich das Angebot an geologisch begleiteten Touren in diesem Gebiet deutlich erweitert. Viele Führungen verbinden die Geschichte des Ausbruchs von 1585, den Vergleich mit dem modernen Vulkanismus sowie Erklärungen zu Lavaarten, Ascheschichten und Spaltenbildung. Diese Touren sind besonders interessant, um die Entwicklung des Vulkanismus über mehrere Jahrhunderte nachvollziehen zu können.

Besucherinformationen und Wissensangebote
Ein eigenes Besucherzentrum zum Ausbruch von 1585 existiert nicht. Dennoch findest Du vor Ort gute Informationsmöglichkeiten auf den Infotafeln am Mirador de Tajuya sowie im Centro de Visitantes de la Caldera de Taburiente

Tipp für Deinen Urlaub: Der Mirador de Tajuya ist ein idealer Ort, um historische und neue Vulkanlandschaften direkt miteinander zu vergleichen. Plane Deinen Besuch am späten Nachmittag – dann sorgt das warme Licht für eindrucksvolle Kontraste zwischen dunkler Lava, grünen Feldern und dem Atlantik.

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1646 – Tigalate (La Palma)

Ort 
Südost-La Palma, im Bereich der Cumbre Vieja, nahe der heutigen Region Villa de Mazo

Hintergrund und Verlauf des Ausbruchs 
Der Ausbruch von Tigalate im Jahr 1646 war räumlich stark begrenzt, jedoch von intensiver vulkanischer Aktivität geprägt. Innerhalb kurzer Zeit bildeten sich Schlackenkegel, aus denen Lava, Asche und vulkanische Bomben austraten. Die Lavaflüsse waren relativ kurz, überdeckten aber die unmittelbare Umgebung vollständig und veränderten das Landschaftsbild nachhaltig.

Zeitgenössische Berichte beschreiben Erschütterungen, Ascheregen und starke Rauchentwicklung, die vor allem die landwirtschaftliche Nutzung der Region beeinträchtigten. Felder, Weideflächen und Wege wurden zerstört oder unpassierbar. Auch hier sind keine Todesopfer dokumentiert, was auf die geringe Bevölkerungsdichte und die frühzeitige Flucht der Menschen zurückzuführen ist.

Der Tigalate-Ausbruch folgte der südöstlichen Riftzone der Cumbre Vieja und ist ein gutes Beispiel für monogenen Vulkanismus auf La Palma. Der entstandene Schlackenkegel ist heute noch erkennbar, ebenso wie erstarrte Lavawellen und Schlackenfelder.

Besonders interessant ist die klare Abgrenzung des Lavafeldes, die es Geologen erlaubt, den Ablauf des Ausbruchs relativ genau zu rekonstruieren. Die Vulkanite zeigen typische basaltische Zusammensetzungen, die für die südliche Cumbre Vieja charakteristisch sind.

Besuch und Wandermöglichkeiten heute 
Heute gehört das Gebiet rund um Tigalate zu den ruhigsten Vulkanlandschaften La Palmas – fernab der bekannten Besucherströme. Die Wege sind oft naturbelassen und verlaufen durch Gebiete, die sich die Natur langsam zurückerobert hat.

Geführte Wanderungen
Geführte Touren sind hier seltener als im Westen der Insel, werden aber von spezialisierten lokalen Anbietern angeboten. Die Führungen vermitteln Einblicke in den weniger bekannten Vulkanismus der Ostseite La Palmas.

Besucherinformationen 
Ein eigenes Besucherzentrum existiert nicht. Informationen erhältst Du über regionale Natur- und Umweltzentren, Wanderkarten und Infotafeln entlang einzelner Routen sowie im Centro de Visitantes de la Caldera de Taburiente.

Tipp für Deinen Urlaub: Wenn Du La Palma abseits der bekannten Vulkanrouten erleben möchtest, ist Tigalate ideal um die Stille einer Vulkanlandschaft, die kaum verändert und nur wenig erschlossen ist zu genießen.

1677 bis 1678 – San Antonio (La Palma)

Ort 
Fuencaliente, Südspitze von La Palma

Hintergrund und Verlauf des Ausbruchs 
Der Ausbruch des Vulkans San Antonio begann im November 1677 und dauerte bis Januar 1678. Er zählt zu den historisch bedeutendsten Eruptionen La Palmas, da er nicht nur die Landschaft, sondern auch das kulturelle Gedächtnis der Insel nachhaltig geprägt hat.

Während der Eruption traten Lava, Asche und Schlacken aus mehreren Öffnungen aus. Die Lavaflüsse bewegten sich langsam in Richtung Küste und überdeckten große Flächen. Besonders einschneidend war die Verschüttung der legendären „Fuente Santa“, einer Thermalquelle, der heilende Kräfte nachgesagt wurden und die damals weit über die Insel hinaus bekannt war. Der Verlust dieser Quelle galt jahrhundertelang als unwiederbringlich.

Der San-Antonio-Ausbruch ist ein klassisches Beispiel für Spaltenvulkanismus an der Cumbre Vieja. Er bildete einen markanten Schlackenkegel mit gut erhaltenem Krater, der heute zu den am besten zugänglichen Vulkanen der Kanaren gehört.

Ein außergewöhnliches Kapitel der Geschichte folgte mehr als 300 Jahre später: Im Jahr 2005 wurde die Fuente Santa nach gezielten geologischen Untersuchungen wiederentdeckt und freigelegt – ein seltener Erfolg der Vulkanforschung, der zeigt, wie historische Berichte und moderne Wissenschaft zusammenwirken.

Besuch und Erkundung heute 
Der Vulkan San Antonio ist heute hervorragend touristisch erschlossen und ein ideales Ziel für Besucher aller Altersgruppen. Der Krater ist begehbar und mit sicheren und barrierearmen Wegen ausgestattet.

Geführte Touren 
Am Vulkan San Antonio werden regelmäßig geführte Touren angeboten die sehr informativ und kurzweilig sind.

Besucherzentrum San Antonio
Das Centro de Visitantes Volcán San Antonio gilt als eines der besten Vulkan-Besucherzentren der Kanaren und bietet interaktive Modelle und Animationen, Filme zur Vulkanentstehung La Palmas, Historische Dokumente und Karten sowie eine große Panoramaplattform mit Blick in den Krater und über die Küste.

Tipp für Deinen Urlaub: Kombiniere den Besuch des Vulkans San Antonio mit einem Spaziergang zum Vulkan Teneguía oder einem Abstecher zu den Salinen von Fuencaliente. Besonders zum Sonnenuntergang entfaltet die Landschaft eine beeindruckende Atmosphäre – ein perfekter Ort, um Vulkanismus, Geschichte und Genuss zu verbinden.

Vulkan San Antonio La Palma

1712 – El Charco (La Palma)

Ort 
Süd-La Palma, im Bereich der Cumbre Vieja, unweit der heutigen Gemeinde Fuencaliente

Hintergrund und Verlauf des Ausbruchs 
Der Ausbruch von El Charco im Jahr 1712 zählt zu den kleineren, aber eindeutig historisch belegten Vulkanausbrüchen auf La Palma. Im Vergleich zu den großen Eruptionen der Cumbre Vieja verlief dieser Ausbruch relativ kurz und lokal begrenzt.

Aus mehreren kleinen Öffnungen traten geringe Mengen Lava sowie Schlacken und Asche aus. Die Lavaflüsse blieben auf die unmittelbare Umgebung beschränkt und erreichten weder größere Siedlungen noch die Küste. Dennoch veränderte der Ausbruch das Landschaftsbild spürbar, insbesondere durch frische Schlackenfelder und neue Lavaoberflächen.

Zeitgenössische Berichte erwähnen Erschütterungen und Rauchentwicklung, die in den umliegenden Dörfern wahrgenommen wurden. Schäden beschränkten sich vor allem auf Weideflächen und einfache landwirtschaftliche Nutzungen. Menschen kamen nicht zu Schaden.

El Charco ist ein typisches Beispiel für einen kleinen monogenen Vulkan, der nur einmal aktiv war. Der entstandene Schlackenkegel ist heute teilweise erodiert, jedoch für geübte Augen noch gut erkennbar. Die Lava zeigt typische basaltische Zusammensetzungen der südlichen Cumbre Vieja.

Besuch und Wandermöglichkeiten heute 
Der Ausbruchsort liegt heute in einer sehr ruhigen, naturbelassenen Region und ist vor allem für Wanderer interessant, die abseits bekannter Vulkanpfade unterwegs sein möchten. Die Wege sind meist naturbelassen und nicht speziell auf Tourismus ausgelegt.

Geführte Wanderungen
Geführte Touren zum Vulkan El Charco sind selten, können aber im Rahmen längerer Cumbre-Vieja-Wanderungen angeboten werden.

Besucherinformationen 
Ein Besucherzentrum oder ausgebaute Informationspunkte existieren nicht. Für Hintergrundwissen empfehlen sich regionale Wanderführer und Karten sowie das Besucherzentrum San Antonio.

Tipp für Deinen Urlaub: El Charco ist kein klassisches „Highlight“, sondern ein Ort für Entdecker und Ruhesuchende. Wenn Du gern abseits der bekannten Pfade wanderst und Vulkanismus im stillen Kontext erleben möchtest, wirst Du hier fündig – besonders in Kombination mit anderen Wanderungen entlang der Cumbre Vieja.

1949 – San Juan (La Palma)

Ort 
Cumbre Vieja, südlicher Teil der Insel La Palma, Oberhalb der Ortschaft Las Manchas

Hintergrund und Verlauf des Ausbruchs 
Der Ausbruch von San Juan im Jahr 1949 gehört zu den wichtigsten vulkanischen Ereignissen des 20. Jahrhunderts auf La Palma. Er begann am 24. Juni 1949, dem Festtag San Juan, dem der Vulkan seinen Namen verdankt, und dauerte mehrere Wochen.

Es handelte sich um eine klassische Spalteneruption, bei der sich entlang der Cumbre Vieja mehrere Krater und Ausbruchsspalten öffneten. Die Eruption wurde von starken Erdbeben, Bodenrissen und Hebungen begleitet, die in weiten Teilen der Insel spürbar waren. Besonders spektakulär war ein mehrere Kilometer langer Bodenriss, der zeitweise sogar Straßen und Gebäude beschädigte.

Mehrere Lavaflüsse ergossen sich in Richtung Westküste. Einer dieser Ströme erreichte schließlich den Atlantik und schuf neue Landflächen – ein eindrucksvolles Beispiel für die dynamische Veränderung der Insel durch Vulkanismus. Trotz erheblicher Schäden an Infrastruktur und Landwirtschaft gab es keine bestätigten Todesopfer.

Der San-Juan-Ausbruch ist geologisch hochinteressant, da er neben Lavaförderung auch tektonische Bewegungen verursachte. Die Bodenrisse und Verschiebungen gelten als frühe Hinweise auf die Instabilität der Westflanke der Cumbre Vieja, ein Thema, das bis heute in der Vulkanforschung diskutiert wird. Die Lava war überwiegend basaltisch und bildete ausgedehnte, heute noch gut erkennbare Lavafelder sowie mehrere markante Schlackenkegel.

Besuch und Wandermöglichkeiten heute 
Das Gebiet des San-Juan-Ausbruchs ist heute ein beliebtes Ziel für Vulkanwanderer. Die gut ausgeschilderte Wanderroute „San Juan“ führt direkt an Kratern, Lavaflüssen und Aschefeldern vorbei. Je nach Etappe ist die Wanderung mittelschwer bis anspruchsvoll und erfordert gute Kondition.

Geführte Wanderungen
Die Ruta de los Volcanes wird häufig als geführte Tages- oder Mehrtagestour angeboten. Guides erklären dabei den Ablauf des San-Juan-Ausbruchs, die Entstehung der Kraterkette, die Bedeutung der Bodenrisse sowie die Unterschiede zwischen den Ausbrüchen von 1949, 1971 und 2021.

Besucherinformationen 
Ein eigenes Besucherzentrum zum San-Juan-Ausbruch gibt es nicht. Ergänzende Informationen erhältst Du im Besucherzentrum San Antonio und im Centro de Visitantes de la Caldera de Taburiente.

Tipp für Deinen Urlaub: Wenn Du die Ruta de los Volcanes wanderst, plane ausreichend Zeit ein und starte früh. Die Etappen rund um den San-Juan-Ausbruch gehören zu den eindrucksvollsten Abschnitten der Route – eine perfekte Mischung aus Naturerlebnis, Geschichte und Geologie.

1971 – Teneguía (La Palma)

Ort 
Fuencaliente, Südspitze von La Palma

Hintergrund und Verlauf des Ausbruchs 
Der Ausbruch des Vulkans Teneguía begann am 26. Oktober 1971 und dauerte nur rund drei Wochen. Trotz seiner vergleichsweise kurzen Dauer zählt er zu den am besten dokumentierten Vulkanausbrüchen der Kanarischen Inseln, da er in einer Zeit moderner Messmethoden, Fotografie und Filmaufnahmen stattfand.

Die Eruption verlief überwiegend effusiv, mit Lavafontänen, Ascheauswurf und mehreren Lavaflüssen. Einer dieser Ströme erreichte den Atlantik und schuf neues Land an der Küste – ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie die Inseln bis heute wachsen. Während des Ausbruchs kam es zu Evakuierungen, jedoch nur zu einem bekannten Todesfall, der durch das Einatmen vulkanischer Gase verursacht wurde.

Der Teneguía ist ein klassischer monogener Schlackenkegel, der durch einen einzigen Ausbruch entstand. Seine Form ist bis heute hervorragend erhalten. Geologisch interessant ist die klare Verbindung zur Spaltzone der Cumbre Vieja, die zeigt, wie sich vulkanische Aktivität entlang dieser Linie fortsetzt.

Besuch und Wandermöglichkeiten heute
Der Teneguía gilt als einer der besten und zugänglichsten Vulkane der Kanaren. Die Wanderungen sind wenig anstrengend und lassen sich gut in einen halben Tag integrieren.

Geführte Wanderungen 
Am Teneguía werden regelmäßig geführte Vulkanwanderungen angeboten. Guides erklären anschaulich, wie schnell sich ein Vulkan bildet und welche Prozesse während des Ausbruchs von 1971 abliefen.

Besucherzentrum Fuencaliente
Das Besucherzentrum Fuencaliente ergänzt den Vulkanbesuch perfekt mit Ausstellungen zur vulkanischen Geschichte der Südspitze, Fotos und Filme des Ausbruchs von 1971, Modelle zur Entstehung von Schlackenkegeln sowie Informationen zum San Antonio, dem Teneguía und der Cumbre Vieja. Von den Aussichtspunkten rund um das Zentrum hast Du zudem einen großartigen Blick auf Krater, Lavafelder und Atlantik.

Tipp für Deinen Urlaub: Kombiniere den Besuch des Teneguía mit dem Vulkan San Antonio und den Salinen von Fuencaliente. So erlebst Du an einem Tag über 300 Jahre Vulkangeschichte – kompakt, eindrucksvoll und leicht zugänglich.

Vulkan Tajogaite La Palma

2021 – Tajogaite (Cumbre Vieja, La Palma) 

Ort 
Westen von La Palma, Gemeinden El Paso, Los Llanos de Aridane und Tazacorte

Hintergrund und Verlauf des Ausbruchs 
Der Ausbruch des Tajogaite begann am 19. September 2021 und endete am 13. Dezember 2021 – mit einer Dauer von 85 Tagen war er der längste und zerstörerischste Vulkanausbruch in der bekannten Geschichte La Palmas.

Nach mehreren Tagen zunehmender Erdbeben öffnete sich eine Spalte an der Westflanke der Cumbre Vieja. In den folgenden Wochen entstanden zahlreiche Schlote, aus denen Lavafontänen, Asche und Gase austraten. Die Lava strömte in mehreren Zungen talwärts, erreichte mehrfach den Atlantik und bildete neue Küstenlinien (Lavadeltas).

Der Ausbruch führte zur Zerstörung von über 2.600 Gebäuden, großen Teilen der Infrastruktur sowie landwirtschaftlichen Flächen, insbesondere Bananenplantagen. Rund 7.000 Menschen mussten evakuiert werden. Trotz der enormen Zerstörung gab es keine direkten Todesopfer durch Lava.

Der Tajogaite ist ein komplexer Spaltenvulkan, der sich während des Ausbruchs ständig veränderte. Besonders bemerkenswert waren die Bildung mehrerer Schlackenkegel innerhalb kurzer Zeit, extrem hohe Lavafördermengen sowie starke Gasemissionen (insbesondere Schwefeldioxid).

Besuch und Erkundung heute 
Der Umgang mit dem Tajogaite ist bewusst sehr kontrolliert, um Sicherheit, Naturschutz und Respekt gegenüber den Betroffenen zu gewährleisten. Große Teile des Ausbruchsgebietes sind gesperrt und der direkte Zugang ist nur im Rahmen geführter Touren erlaubt. Mehrere Aussichtspunkte bieten sichere Blicke auf die Lavafelder und den Krater. Die Landschaft wirkt stellenweise mondähnlich – schwarz, rau und kaum bewachsen.

Geführte Touren (Pflicht)
Der Besuch des Tajogaite ist ausschließlich mit zertifizierten Guides möglich. Diese Touren sind streng reglementiert und bieten eine Sicherheitsüberwachung (Gase, Hitze, Untergrund), fundierte Erklärungen zum Ablauf des Ausbruchs, die Einordnung der geologischen Prozesse sowie einen respektvollen Umgang mit zerstörten Siedlungsgebieten. Die Führungen sind körperlich meist moderat, erfordern aber festes Schuhwerk und gute Grundkondition.

Besucherinformationen und Wissensvermittlung 
Ein eigenes großes Besucherzentrum befindet sich im Aufbau. Aktuell erhältst Du Informationen im Besucherzentrum am Volcán San Antonio sowie bei lokalen Guides mit offizieller Genehmigung. Es gibt auch das Zentrum Caños de Fuego (Vulkanhöhlen) bei Las Manchas, das sich auf Lavaröhren konzentriert, die nach dem Ausbruch 1949 entstanden sind, aber auch für den neuen Vulkan relevant ist, da es die Entstehung der Landschaft erklärt.

Tipp für Deinen Besuch: Informiere Dich vorab über aktuelle Zugangsregelungen und buche ausschließlich offizielle Touren.

Ferienhaus La Palma

Lanzarote – Die Feuerberge

1730 bis 1736 – Timanfaya (Lanzarote)

Ort 
Zentrales Lanzarote, heutiger Nationalpark Timanfaya

Hintergrund und Verlauf des Ausbruchs 
Der Ausbruch von Timanfaya zählt zu den gewaltigsten und folgenreichsten Vulkanausbrüchen in der Geschichte der Kanarischen Inseln. Er begann am 1. September 1730 und dauerte mit kurzen Unterbrechungen bis 1736 – also fast sechs Jahre ununterbrochene vulkanische Aktivität.

Zeitgenössische Chroniken berichten von Feuerfontänen, Ascheregen und Lavaströmen, die Tag und Nacht aus zahlreichen Spalten austraten. Insgesamt entstanden über 25 neue Vulkankegel, und rund ein Viertel der Insel Lanzarote wurde entweder vollständig zerstört oder dauerhaft neu geformt. Dörfer, Felder und Weideflächen verschwanden unter meterhoher Lava und Asche.

Der Ausbruch veränderte nicht nur die Landschaft, sondern auch das Leben der Bevölkerung nachhaltig. Viele Menschen mussten ihre Heimat verlassen, es kam zu Hungersnöten – Lanzarote stand kurz vor der Aufgabe als bewohnbare Insel.

Der Timanfaya-Ausbruch war eine langanhaltende Spalteneruption, bei der sich immer wieder neue Öffnungen entlang tektonischer Linien bildeten. Die Lava war überwiegend basaltisch, sehr heiß und extrem ergiebig. Besonders bemerkenswert: Die Entstehung eines der größten zusammenhängenden Lavafelder Europas. Bis heute gibt es eine aktive Restwärme im Untergrund sowie Temperaturen von mehreren hundert Grad nur wenige Meter unter der Oberfläche. Diese anhaltende Hitze macht Timanfaya weltweit einzigartig.

Besuch und Erkundung heute 
Heute ist das Ausbruchsgebiet als Nationalpark Timanfaya streng geschützt und eines der bekanntesten Naturhighlights der Kanaren. Einen Zugang gibt ausschließlich über ausgewiesene Bereiche und es sind keine individuellen Wanderungen im Kerngebiet erlaubt. Eine Bustour führt Dich durch das Herz des Vulkangebietes und es wird Entstehung, Dauer und Auswirkungen der Eruption eindrucksvoll erklärt.

Ein besonderes Highlight sind die Geothermie-Demonstrationen am Islote de Hilario, bei denen Wasser sofort zu einer Fontäne verdampft, sich Stroh durch die Hitze im Boden entzündet und Messungen extreme Temperaturen nahe der Oberfläche zeigen, wodurch die bis heute vorhandene vulkanische Energie unmittelbar erlebbar wird.

Besucherinformationen und Wissensvermittlung 
Das Besucherzentrum Mancha Blanca ist der ideale Einstieg in den Nationalpark. Hier finden sich Modelle der historischen Ausbrüche, Filme und Schautafeln zur Entstehung Lanzarotes, Informationen zur Flora, Fauna und zum Schutzgebiet sowie gut verständliche Erklärungen auch für Familien. Zusätzlich lohnt sich ein Besuch des Centro de Visitantes e Interpretación de Timanfaya für vertiefende Einblicke.

Tipp für Deinen Besuch: Besuche Timanfaya möglichst früh am Morgen, um lange Wartezeiten zu vermeiden. Kombiniere den Nationalpark mit einem Abstecher nach La Geria, um zu sehen, wie die Menschen gelernt haben, auf vulkanischem Boden zu leben – ein faszinierender Kontrast aus Feuer und Fruchtbarkeit.

Timanfaya Lanzarote

1824 – Tao, Nuevo del Fuego und Tinguatón (Lanzarote)

Ort 
Zentrales Lanzarote, im Umfeld der Orte Tao, Mancha Blanca und Tinguatón

Hintergrund und Verlauf der Ausbrüche 
Nach den verheerenden Timanfaya-Eruptionen des 18. Jahrhunderts kam es im Jahr 1824 erneut zu vulkanischer Aktivität auf Lanzarote. Innerhalb weniger Monate ereigneten sich mehrere kurze, teils explosive Ausbrüche, die sich auf drei Hauptzentren verteilten: Tao, Nuevo del Fuego und Tinguatón.

Die Ausbrüche dauerten jeweils nur Tage bis wenige Wochen, waren aber von starken Explosionen, Ascheregen und Lavaförderung begleitet. Zeitgenössische Berichte schildern laute Detonationen, Erdstöße und dichte Rauchwolken. Die Lavaflüsse blieben meist lokal begrenzt, richteten jedoch Schäden an landwirtschaftlichen Flächen an. Todesopfer sind nicht dokumentiert.

Die Ausbrüche von 1824 zeigen eindrucksvoll, dass Lanzarotes Vulkanismus auch nach Timanfaya nicht beendet war. Es handelte sich überwiegend um strombolianische Eruptionen, bei denen Schlacken, Asche und vulkanische Bomben ausgeworfen wurden. Besonders der Vulkan Tinguatón ist geologisch interessant. Der Nuevo del Fuego („neues Feuer“) erhielt seinen Namen aufgrund seiner frischen Erscheinung unmittelbar nach dem Ausbruch.

Besuch und Wandermöglichkeiten heute
Im Gegensatz zum streng geschützten Timanfaya-Nationalpark ist das Gebiet der 1824er Vulkane frei zugänglich und ideal für individuelle Erkundungen. Die Wanderungen sind technisch einfach, erfordern jedoch festes Schuhwerk, da die Lava scharfkantig sein kann.

Geführte Wanderungen 
Es werden auch geologisch geführte Touren angeboten, bei denen Du die Unterschiede zwischen den Ausbrüchen von 1730–1736 und 1824 verstehst und mehr über die historische Bedeutung der Eruptionen erfährst.

Besucherinformationen
Ein eigenes Besucherzentrum zu den Ausbrüchen von 1824 existiert nicht. Empfehlenswert ist jedoch das Besucherzentrum Mancha Blanca (Timanfaya).

Tipp für Deinen Besuch: Besuche den Vulkan Tinguatón am frühen Morgen oder späten Nachmittag. Das tiefe Licht bringt die Strukturen der Lava besonders gut zur Geltung und macht die Kraterwanderung zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Ferienunterkunft Lanzarote

El Hierro – Vulkanismus unter Wasser 

1793 – Lomo Negro (El Hierro) 

Ort 
Inselinneres von El Hierro, Nähe Valverde / zentraler Hochbereich der Insel

Hintergrund und historische Einordnung 
Der Ausbruch des Lomo Negro im Jahr 1793 ist ein historisch belegter, aber nur spärlich dokumentierter Vulkanausbruch auf El Hierro. Er fand in einer Zeit statt, in der die Insel dünn besiedelt war und schriftliche Aufzeichnungen selten waren. Entsprechend existieren nur wenige zeitgenössische Berichte über Dauer und genaue Abläufe.

Nach heutigem Wissensstand handelte es sich um eine kurze, lokal begrenzte strombolianische Eruption, bei der Lava und Schlacken aus einem einzelnen Förderschlot austraten. Es gibt keine Hinweise auf Todesopfer oder größere Zerstörungen, was vor allem der abgeschiedenen Lage im Inselinneren geschuldet ist.

Der Lomo Negro ist ein klassischer monogener Schlackenkegel, wie er für El Hierro typisch ist.

Besuch und Wandermöglichkeiten heute
Die Region rund um den Lomo Negro ist heute eine ruhige, ursprüngliche Vulkanlandschaft, fernab des Massentourismus. Die Landschaft ist weniger spektakulär als jüngere Lavafelder, vermittelt aber ein authentisches Bild des älteren Vulkanismus der Insel.

Geführte Wanderungen 
Geführte Touren werden nicht regelmäßig, aber gelegentlich im Rahmen von geologischen Themenwanderungen, Naturpark-Exkursionen sowie lokalen Umweltprogrammen angeboten.

Besucherinformationen
Ein eigenes Besucherzentrum gibt es nicht. Für Hintergrundwissen eignen sich das Centro de Interpretación Vulcanológico auf El Hierro, Informationstafeln in Natur- und Wandergebieten sowie lokale Guides und Wanderliteratur.

Tipp für Deinen Besuch: Wenn Du El Hierro abseits der bekannten Routen entdecken möchtest, ist der Lomo Negro ideal um die geologische Kraft der Insel in Ruhe zu erleben.

Lomo Negro El Hierro

2011 bis 2012 – Unterwasserausbruch El Discreto (El Hierro)

Ort 
Atlantik vor La Restinga, Südspitze der Insel El Hierro

Hintergrund und Verlauf des Ausbruchs 
Der Unterwasserausbruch El Discreto begann im Oktober 2011 und dauerte bis März 2012. Er gilt als der erste vollständig dokumentierte Unterwasservulkanausbruch Spaniens und machte El Hierro schlagartig weltweit bekannt.

Bereits Monate zuvor registrierten Wissenschaftler tausende Erdbeben, Bodenhebungen und Gasemissionen. Schließlich öffnete sich südlich von La Restinga ein unterseeischer Förderschlot, aus dem Lava, Gase und pyroklastisches Material austraten. Zeitweise färbte sich das Meer großflächig grünlich-braun, verursacht durch vulkanische Gase, Mineralien und Mikroorganismen. Der Ausbruch führte zur Evakuierung des Ortes La Restinga, verlief jedoch ohne menschliche Opfer.

El Discreto ist ein Paradebeispiel für submarinen Vulkanismus, da der Vulkankegel vom Meeresboden bis auf etwa 90 Meter unter die Wasseroberfläche anwuchs, dabei poröse Lavabomben („Restingolitas“) entstanden, starke chemische Veränderungen im Meerwasser auftraten und der Ausbruch intensiv in Echtzeit wissenschaftlich überwacht wurde. Der Ausbruch lieferte wertvolle Erkenntnisse über die Entstehung der Kanarischen Inseln, die größtenteils unter Wasser beginnen.

Auch wenn der Vulkan El Discreto selbst unter Wasser liegt, lässt sich das Ausbruchsgebiet heute sehr gut erleben: Von Aussichtspunkten oberhalb von La Restinga bietet sich ein weiter Blick über den Ozean, Spaziergänge entlang der Küste werden durch Informationstafeln begleitet, und das Meer ist weiterhin geothermisch beeinflusst. Besonders eindrucksvoll ist der Gedanke, dass sich unter der Wasseroberfläche ein junger Vulkan befindet.

Das Gebiet rund um La Restinga gilt zudem als eines der spannendsten Tauchreviere Europas. Tauchen ist hier nur mit offizieller Genehmigung und zertifizierten Tauchbasen möglich, eröffnet dafür jedoch einzigartige Unterwasserlandschaften mit neuen Lavaformationen, einer außergewöhnlichen Artenvielfalt und sichtbaren Spuren des Ausbruchs am Meeresboden. Diese durch den Vulkanausbruch ausgelöste ökologische Erneuerung zieht heute Taucher aus aller Welt an.

Besucherinformationen und Infotafeln
In La Restinga findest Du mehrere Infotafeln zum Ausbruch, Karten und Fotos der Eruptionsphasen sowie Erklärungen zur Evakuierung und Forschung. Zusätzlich bietet das Centro de Interpretación Vulcanológico auf El Hierro weiterführende Informationen zum Vulkanismus der Insel.

Tipp für Deinen Besuch: Plane Deinen Besuch in La Restinga mit einem Spaziergang zu den Aussichtspunkten und kombiniere ihn mit einem Schnorchel- oder Tauchausflug (bei zertifizierten Anbietern). Kaum ein Ort auf den Kanaren verbindet modernen Vulkanismus, Wissenschaft und Naturerlebnis so eindrucksvoll wie dieser.

Ferienobjekte El Hierro

Gran Canaria – Vulkanische Aktivität im Überblick 

Gran Canaria ist geologisch älter und stärker erodiert als Teneriffa, La Palma oder El Hierro. Die Insel entstand in drei großen vulkanischen Phasen, die das heutige Landschaftsbild geprägt haben – mit Calderen, Vulkankegeln, Lavaebenen und Schluchten.

Vor ca. 14 bis 9 Millionen Jahren – Schildvulkan-Phase (Inselentstehung)

Ort 
Ganze Insel (unterseeisch → oberirdisch)

Hintergrund und Verlauf
In dieser Phase entstand Gran Canaria als massiver Schildvulkan, ähnlich wie heutige Hawaii-Vulkane. Dünnflüssige basaltische Lava floss über lange Zeiträume aus und baute die Insel aus dem Atlantik auf. Diese Phase machte Gran Canaria überhaupt erst bewohnbar – ohne sie gäbe es die Insel nicht.

Urlauber-Tipp: Die Küstenstraße im Westen zeigt beeindruckende Lavasequenzen.

Vor ca. 5,5 bis 3 Millionen Jahren – Caldera-Ausbrüche (Tejeda-Phase) 

Ort 
Inselinneres – Caldera de Tejeda

Hintergrund und Verlauf 
Diese Phase war explosiv. Gewaltige Eruptionen führten zum Einsturz des Zentralvulkans und zur Entstehung der Caldera de Tejeda, einer der größten Erosionscalderen der Kanaren. Asche, Ignimbrite und pyroklastische Ströme bedeckten weite Teile der Insel.

Besucherinfos
Centro de Interpretación del Roque Bentayga sowie Infotafeln in Tejeda

Tipp: Das Herz der Insel – Pflicht für jeden Besucher.

Gran Canaria Vulkane Wandern

Vor ca. 3 bis 1,5 Millionen Jahren – Spätvulkanismus und Nebenkrater 

Ort 
Norden und Osten der Insel

Hintergrund 
Nach dem Kollaps des Zentralvulkans kam es zu zahlreichen kleineren Ausbrüchen, bei denen Schlackenkegel und Lavafelder entstanden. Diese Ausbrüche waren weniger zerstörerisch, aber formten große Teile des heutigen Nordens.

Vor ca. 2.000 bis 3.000 Jahren – Caldera de Bandama (jüngster Ausbruch Gran Canarias)

Ort 
Nordost-Gran Canaria, Nähe Las Palmas

Hintergrund und Verlauf 
Der Bandama-Ausbruch ist der jüngste bekannte Vulkanausbruch Gran Canarias. Er war explosiv und erzeugte die Caldera de Bandama, einen fast kreisrunden Krater mit ca. 1.000 m Durchmesser. Der Ausbruch fand noch vor der spanischen Eroberung statt, möglicherweise sogar vor der Ankunft der Altkanarier.

Besucherinfos
Besucherzentrum Bandama

Ferienhäuser Gran Canaria

La Gomera - Vulkanische Aktivität im Überblick 

La Gomera entstand vor etwa 12–10 Millionen Jahren durch vulkanische Aktivität, ist aber deutlich älter und stärker erodiert als Teneriffa, La Palma oder El Hierro. Seit rund 2–3 Millionen Jahren gilt der Vulkanismus als erloschen. Statt neuer Lava prägen heute tiefe Schluchten (Barrancos), Nebelwälder und alte Vulkankerne das Bild.

Vor ca. 12 bis 8 Millionen Jahren – Inselentstehung (Schildvulkan-Phase) 

Ort 
Gesamte Insel (unterseeisch → oberirdisch)

Hintergrund und Verlauf
La Gomera entstand wie die meisten Kanaren durch langandauernden, effusiven Vulkanismus. Dünnflüssige basaltische Lava baute die Insel Schicht für Schicht auf, bis sie aus dem Atlantik aufragte. Diese Phase war vergleichbar mit der frühen Entwicklung Gran Canarias – jedoch ohne spätere Reaktivierung.

La Gomera Wandern Vulkane

Vor ca. 8–5 Millionen Jahren – Explosive Phase und Intrusionen

Ort 
Inselinneres

Hintergrund 
In dieser Phase kam es zu explosiveren Ausbrüchen sowie zur Bildung von Intrusionen (erstarrtes Magma im Untergrund). Die eigentlichen Vulkankegel sind heute fast vollständig erodiert. Zurück blieben harte Gesteinskerne, die der Erosion standhielten.

Vor ca. 5 bis 2 Millionen Jahren – Ende des Vulkanismus und Erosion

Ort 
Gesamte Insel

Hintergrund 
Der Vulkanismus kam endgültig zum Erliegen. Stattdessen begann eine extreme Erosionsphase, ausgelöst durch Regen, Wind und tektonische Hebungen. Das Resultat: Tiefe, sternförmig verlaufende Barrancos.

Ferienwohnungen La Gomera

Fuerteventura - Vulkanische Aktivität im Überblick

Fuerteventura ist die älteste der Kanarischen Inseln. Der Vulkanismus ist seit mehreren Millionen Jahren erloschen. Es gibt keine historisch dokumentierten Ausbrüche, aber zahlreiche prähistorische Vulkane, die heute sehr gut zugänglich sind und sich hervorragend für Urlauber eignen. Fuerteventura zeigt die Anfänge des Kanaren-Vulkanismus, stark erodiert, trocken und weitläufig.

Vor ca. 22 bis 20 Millionen Jahren – Inselentstehung (Schildvulkan-Phase)

Ort 
Gesamte Insel (unterseeisch → oberirdisch)

Hintergrund und Verlauf 
Fuerteventura entstand als eine der ersten Kanaren durch langanhaltende, effusive Ausbrüche dünnflüssiger basaltischer Lava. Über Millionen Jahre wuchs ein großer Schildvulkan aus dem Atlantik empor. Diese Phase legte den Grundstein für die heutige Insel – deutlich früher als bei allen anderen Kanaren.

Vor ca. 20 bis 14 Millionen Jahren – Zentrale Vulkanphase und Intrusionen

Ort 
Inselinneres (Betancuria-Massiv)

Hintergrund 
In dieser Phase kam es zu stärkerem Vulkanismus mit explosiven Anteilen. Magma drang in den Untergrund ein, erstarrte dort und wurde später durch Erosion freigelegt. Das Betancuria-Massiv gilt als geologischer Kern der Insel.

Besucherinfos 
Museo Arqueológico de Betancuria sowie Informationstafeln entlang der Barrancos

Vor ca. 5 bis 4 Millionen Jahren – Spätvulkanismus (jüngste Ausbrüche Fuerteventuras)

Ort 
Nord-Fuerteventura (Malpaís de la Arena)

Hintergrund und Verlauf 
Die jüngsten bekannten Ausbrüche Fuerteventuras ereigneten sich vor rund 4–5 Millionen Jahren. Sie führten zur Entstehung von Schlackenkegeln und Lavafeldern – deutlich jünger als der Rest der Insel, aber geologisch dennoch sehr alt.

Fuerteventura Vulkane

Vulkan-Highlight: Calderón Hondo (Nord-Fuerteventura)

Ort 
Nähe Lajares

Hintergrund 
Der Calderón Hondo ist kein historischer Ausbruch, sondern einer der besten erhaltenen prähistorischen Vulkankrater der Kanaren. Er entstand in der späten Vulkanphase der Insel.

Der Vulkan eignet sich hervorragend für eine kurze und einfache Kraterwanderung, ist auch für Familien gut geeignet und belohnt Dich am Kraterrand mit einem weiten Blick bis nach Lanzarote. Informationstafeln erklären die Geologie vor Ort und der Eintritt ist kostenlos.

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